Das kleine Who Is Who

Von wem die Filmseite immer wieder gerne hört...

 

 

Dies ist eine subjektive Auswahl von Leuten, die immer wieder positiv auffallen und der Filmseite regelmäßig Spaß machen. Die Liste wird hin und wieder aufgefüllt und gibt vielleicht ein paar Tipps für verregnete DVD-Abende. Die Filmografien sind in den meisten Fällen nicht komplett, die Lücken könnt ihr auf www.imdb.com auffüllen. Die in den Texten farbig markierten Personen findet ihr ebenfalls auf dieser Seite, zu den farbig markierten Filmen gibt es die entsprechende Kritik im Archiv der Filmseite. Wer noch jemanden nachliefern möchte, kann das gerne tun!

 

 


 

 

Paul Thomas Anderson

Filmemacher, *1970 in Studio City (Kalifornien, USA)

 

Anderson ist die vielleicht größte Filmemacher-Hoffnung seit den Coens. Viel hat er noch nicht gemacht, das aber perfekt. In unseren Kinos debütierte er 1997 mit "Boogie Nights", einer Satire auf die US-Porno-Industrie der 70er Jahre. Eine ausgesprochen witzige Geschichte mit Unterhosenmodel und "Langdödel" Mark Wahlberg, Julianne Moore, William H. Macy und Burt Reynolds. Der schönste Anderson ist "Magnolia" (1999), ein makelloser Dreistunden-Episodenfilm mit Jason Robards, Tom Cruise, Julianne Moore, Philipp Seymore Hoffmann und John C. Reilly. Film Nummer drei ist ziemlich skurril und trotzdem ein herausragendes Werk: "Punchdrunk Love" (2002) mit Emily Watson und Adam Sandler.

 

 

Cate Blanchett

*1969 in Melbourne (Australien)

 

Großer Moment: "Heaven"

Dem großen Publikum ist sie als Galadriel in der "Lord of the Rings" - Trilogie von Peter Jackson (2001-03) bekannt. Da musste sie allerdings nicht viel leisten, nur ein bisschen elfenhaft gucken. Die Australierin spielte unbekanntere Rollen wie etwa neben Joseph Fiennes in "Oscar & Lucinda" (1997), bevor sie 1998 ihren internationalen Durchbruch schaffte. Als "Elizabeth" spielte sie die englische Virgin Queen in ihren jungen Jahren als Regentin. Dafür gab's eine Oscar-Nominierung und einen BAFTA-Award. Weiter ging's: "An Ideal Husband" (1999), "The Talented Mr. Ripley" (1999). In "The Gift" (2000) trug sie den eher mäßigen Plot selbst und machte Sam Raimis Film sehenswert. In "Bandits" (2001) ist sie urkomisch neben Bruce Willis und Billy Bob Thornton. Tom Tykwers "Heaven" (2002) geht mir eine Spur zu weit, Cate Blanchett als Philippa aber hinterlässt einen langfristigen Eindruck. Die Szene, in der sie von den Folgen ihres Terroranschlags erfährt, ist ganz große Schauspielkunst. In "The Shipping News" (2001) zeigt sie sich von ihrer bösen Seite, in "The Missing" (2003) von ihrer rauen. Zuletzt in "Veronica Guerin" (2003) und "Charlotte Gray" (2001) und als wunderbar schnodderige Katherine Hepburn in Martin Scorseses "The Aviator" (Foto rechts), für den sie den Oscar als beste Nebendarstellerin bekam. Außerdem schwangerer Teil des fantastischen Starensembles in Wes Andersons "The Life Aquatic with Steve Zissou". Ausrutscher sind sicher auch dabei, ich habe aber keinen davon gesehen. 

 

 

Tim Burton

Regisseur, *1958 in Burbank (Kalifornien, USA)

 

Wenn jemand aus purem Kitsch wunderschöne Filme machen kann, dann ist das Tim Burton. Der seltsame Typ mit dem Look des kleinen Vampirs hat nach ein paar TV-Sachen (u.a. "Hansel and Gretel", 1982) Filme wie "Frankenweenie "(1984) und "Pee-Wee's Big Adventure" (1985) gedreht. Bei "Beetlejuice" (1988) zeigt er schon genau, wie märchenhaft seine Filmfantasie ist. Kasse machte er, wenn auch nicht wie sein Joker-Darsteller Jack Nicholson, mit "Batman" (1988) und dem knalligen Edelkitsch "Edward Scissorhands" (1990) mit Johnny Depp in der Hauptrolle. Nach "Batman Returns" (1992) überlässt Burton die Fledermaus-Saga anderen Regisseuren. Seit dem taugen die Filme beim besten Willen nichts mehr. In "Ed Wood" (1994) zollt er dem möglicherweise miesesten Regisseur der Filmgeschichte Tribut und verhilft Martin Landau zu einem Oscar. Bei "Mars Attacks!" (1996) wollte Jack Nicholson am liebsten alle Rollen spielen, doch auch Glenn Close, Annette Bening, Tom Jones, Pierce Brosnan, Pam Grier, Sarah Jessica Parker und Martin Short wollten mit dabei sein. Nicholson musste sich also auf zwei Figuren beschränken. In der Horrormär "Sleepy Hollow" (1999) nach der Novelle von Washington Irving macht er wieder gemeinsame Sache mit Johnny Depp und entdeckt endlich die wie für Burtons Welt geschaffene Christina Ricci. Auch an Bord: der kopflose Reiter Christopher Walken und Dracula-Legende Christopher Lee.

Der absolute Tiefpunkt in Burtons Karriere war das Remake "Planet of the Apes" (2001). Kaum Burton, viel Mainstream-Müll. Mit dem herrlichen Kinomärchen "Big Fish" (2003) darf Tim Burton endlich wieder seinen fantastischen Visionen folgen und schenkt uns einen der schönsten Filme des Jahres. 

    Als Produzent hat sich Burton nebenbei dem Animationsfilm gewidmet:  "The Nightmare Before Christmas" (1993) und die Roald-Dahl-Verfilmungen "James and the Giant Peach" (1996) und "Charlie and the Chocolate Factory" (2005) stehen auf seiner Liste. Bei letzterem, u. a. mit Johnny Depp, führte er auch Regie. Jetzt kommt wieder ein animierter Film unter seiner Regie: "The Corpse Bride" (2005). Hauptdarsteller sind Johnny Depp und Helena Bonham Carter.

 

 

Joel & Ethan Coen

Filmemacher, *1955 bzw. 1958 in St. Louis Park, Minneapolis (USA)

 

Die Joen-Brüder gehören zu den wenigen US-Filmemachern, denen scheinbar jeder Film gelingt. Los ging es 1983 mit "Blood Simple". "Raising Arizona" (1987) ist zwar nach meinem heutigen Geschmack etwas zu albern, ist aber schon ein "echter Coen". Weiter: "Miller's Crossing" (1990) mit Gabriel Byrne, Marcia Gay Harden und John Turturro. "Barton Fink" (1991) brachte ihnen die Goldene Palme in Cannes ein und erzählt die abgefahrene Geschichte eines Schriftstellers (John Turturro), der im frühen Hollywood Drehbuchschreiber werden möchte. Mit John Goodman. In "The Hudsucker Proxy" (1994) wird ein Tölpel (Tim Robbins) an die Spitze eines Konzerns gesetzt, um die Aktienkurse zu drücken. Als Erfinder eines beliebten Kinderspielzeugs geht dieser Plan allerdings schief. Sehr viel Coeneskes mit Paul Newman, Jennifer Jason Leigh und Charles Durning. Blutige Spuren im Schnee: "Fargo" (1996) gehört zu den besten Filmen der 90er. Das haben auch die Kritiker so gesehen. Hauptdarstellerin Frances McDormand bekam den Oscar, ebenso wie die Coens für das Drehbuch. Mit Steve Buscemi, William H. Macey und Peter Storemare. Der bisher witzigste Coen ist eindeutig "The Big Lebowski" (1998), die Geschichte des faulsten Kaliforniers Dude (Jeff Bridges). Mit einem aufbrausenden John Goodmann, einem verschwiegenen Steve Buscemi, der wahnsinnigen Julianne Moore, dem Nihilisten Peter Storemare und Philipp Seymore Hoffmann. "Tomorrow I will cut your Johnson!" Die Coens wären nicht die Coens, wenn die sich nicht auch an große Literatur heranwagen würden. Homers Odyssee sollte es sein, "O Brother Where Art Thou" (2000) hieß das verschrobene Ergebnis mit George Clooney, John Turturro, John Goodman und Holly Hunter. "O Brother" ist nicht mein liebster Coen, herausragend ist er aber allemal. Außerdem ist er wohl der einzige Film der Brüder, dessen Soundtrack zu einem echten Bestseller wurde... "The Man Who Wasn't There" (2001) ist Eine Hommage an den film noir. Natürlich in Schwarzweiß gedreht. Mit einem kettenrauchenden Billy Bob Thornton, Coen-Gattin Frances McDormand, Scarlett Johannson und James Gandolfini. Seit dem versuchen die Coens, Mainstream-kompatibel zu werden. Der erste Vorstoß in diese Richtung ist "Intolerable Cruelty" (2003) mit George Clooney, Catherine Zeta-Jones und Geoffrey Rush. Klar, die "spezielleren" Coen-Filme sind mir lieber, aber auch diese kassenfüllende Komödie ragt noch immer aus der Masse der Hollywood-Produktionen raus. "The Ladykillers" (2004) mit dem für dieses "Who Is Who" ungeeigneten Tom Hanks ist bis jetzt der Tiefpunkt der brüderlichen Karriere. Hoffen wir stark auf Besserung! 

 

 

 

Robert De Niro

*1943, New York, USA

 

Robert de Niro ist schon lange das, was Charlize Theron den Oscar brachte und Schwabbelfresse Renée Zellweger immer wieder für ihre Bridget- Jones- Filme zu sein versucht: ein Method Actor im Sinne des guten alten Lee Strasberg. Da wird schon mal gefuttert und gefastet, um in die Rolle zu passen... Seit den späten 60ern ist De Niro beim Film und erweist sich mit schöner Regelmäßigkeit als einer der Wandlungsfähigsten seiner Zunft. Und vor allem: Selbst filmische Gurken haben durch De Niros pure Anwesenheit immer etwas Sehenswertes. Jetzt aber mal zu seinen großen Auftritten: "Mean Streets" (Scorsese, 1973), "The Godfather Part 2" (Coppola, 1974, OSCAR!), "Taxi Driver" (Scorsese, 1976), "1900" (1976), "New York, New York" (Scorsese, 1977), "The Deer Hunter" (1978), "Raging Bull" (Scorsese, 1980, OSCAR!), "Once Upon a Time in America" (Leone, 1984), "Brazil (Terry Gilliams, 1984), als eierschälender Teufel in Alan Parkers "Angel Heart" (1987), "The Untouchables" (1987), "Goodfellas" (Scorsese, 1990), "Awakenings" (1990), "Cape Fear" (Scorsese, 1991), in Leonardo di Caprios Filmdebüt "This Boy's Life" (1993), als Kreatur in Kenneth Branaghs nicht gerade gelungener "Frankenstein"-Verfilmung (1994), in einem meiner Lieblingsfilme, wieder von Martin Scorsese "Casino" (1995), mit Al Pacino in "Heat" (1995), "Sleepers" (1996), "Marvin's Room" (1996), "Cop Land"l, "Wag the Dog" und Tarantinos "Jackie Brown" (alle 1997), "Great Expectations" und "Ronin" (beide 1998), "Analyze This" und "That" (1999, 2003), neben Ben Stiller in "Meet the Parents" (1999) und "Meet the Fockers" (2005). Noch einmal von seiner bösen Seite: Hide and Seek (2005). Auch als Regisseur hat De Niro gearbeitet. "A Bronx Tale" (1993) nach einer Vorlage seines Kollegen Chazz Palminteri und derzeit an "The Good Shepherd".

 

 

 

Johnny Depp 

*1963 in Owensboro (Kentucky, USA) als John Christopher Depp

 

 

Wahnwitziger Spaß: "Pirates of the Caribbean"

Der Johnny sieht nicht nur beneidenswert gut aus, er ist auch ein ganz großer Schauspieler. Und seine Rollenauswahl ist (fast) durchweg phänomenal. Okay, am Anfang gab es "21 Jump Street" (1987), aber über TV-Serien reden wir hier nicht. Erste Hauptrolle in "Cry-Baby" (John Waters, 1990), dann von Tim Burton entdeckt, mit dem er drei sehr schöne Filme macht: "Edward Scissorhands" (1990), "Ed Wood" (1994) und "Sleepy Hollow" (1999). Weitere Höhepunkte: "What's Eating Gilbert Grape" (Lasse Halström, 1993), "Don Juan DeMarco" (1995), "Dead Man" (Jim Jarmusch, 1995), "Donnie Brasco" (1997), "Fear and Loathing in Las Vegas" (Terry Gilliam, 1998), immerhin nett in "Chocolat" (Halström, 2000), super in "Blow" (2001), düster in "From Hell" (2001), durchgeknallt, urkomisch und endlich oscarnominiert in "Pirates of the Caribbean" (2003), der wohl 2006 fortgesetzt wird. Mäßig bis anstrengend: "The Nith Gate" (Roman Polanski, 1999), in seinem eigenen depressiven Regiedebüt "The Brave" (1997), "The Astronaut's Wife" (1999), "Once Upon a Time in Mexico" (Robert Rodriguez, 2003). Zuletzt in einer Stephen-King-Verfilmung: "The Secret Window" (2004). Nominiert für den Oscar als bester Hauptdarsteller in "Finding Neverland" (2004, Oscarnominierung). Neues Projekt: "The Corpse Bride" von Tim Burton.

 

 

 

Lasse Halström

Regisseur, *1946, Stockholm, Schweden

 

Lasse Halström, der alte Schwede, hat bereits seit Anfang der 70er in seiner Heimat erfolgreich Filme gedreht, u.a "ABBA: The Movie" (1977),  "Mitt liv som hund" (Mein Leben als Hund, 1985) und "Bullerbü"-Filme. In den USA machte er sich 1993 einen Namen, als er mit Johnny Depp, Juliette Lewis und Leonardo di Caprio die wunderschöne Außenseitergeschichte "What's Eating Gilbert Grape" heraus brachte. "Something to Talk About" (1995) mit Julia Roberts war zwar nicht so der Brüller, wohl aber "The Cider House Rules" (1999), die geniale und ergreifende Verfilmung des John-Irving-Romans "Gottes Werk und Teufels Beitrag", die Michael Caine einen Oscar einbrachte. Schön anzusehen, vielleicht aber eine Spur zu plakativ geraten ist "Chocolat" (2000) mit Juliette Binoche, Judi Dench und Johnny Depp. Wieder mit Top-Besetzung trat er 2001 an mit der niedlichen Annie Proulx-Verfilmung "The Shipping News" mit Kevin Spacey, Julianne Moore, Judi Dench und Cate Blanchett. Angekündigt oder in der Mache sind momentan drei Filme: "An Unfinished Life" (2004), "Harry & Caresse" und "Casanova" (beide 2005). 

 

 

Sir Anthony Hopkins

*1937, Margam (Wales)

 

Ob's ihm passt oder nicht: Er wird wohl bis zu seinem letzten Leinwandauftritt vor allem einer sein - Dr. Hannibal Lecter. Den spielte der Waliser gleich drei Mal, oscar-prämiert in "The Silence of the Lambs" (1991), im Ekel-Sequel "Hannibal" (2001) und zuletzt in "Red Dragon" (2002). Hopkins kann aber mehr. Und wer das nicht weiß, ist eben selbst schuld. Wo er herausragend spielt: im depressiv-großartigen "The Elephant Man" (David Lynch, 1980),  "Howard's End" und als trauriger Butler Stevens in einem meiner Lieblingsfilme,  "The Remains of the Day" (beide von James Ivory, 1992 bzw.'93), witzig als Dr. Kellogg in "The Road to Wellville" (Alan Parker, 1994), intensiv im anstrengenden Präsidenten-Porträt "Nixon" (Oliver Stone, 1995).

    Wo er immerhin gut war: im kitschigen aber irgendwie doch netten "Meet Joe Black" (1998), als Van Helsing im kunterbunten "Bram Stoker's Dracula" (Francis Ford Coppola, 1992), als Malermeister Pablo in  "Surviving Picasso" (James Ivory, 1996). Wo er gut für die Kasse war: "The Mask of Zorro" (1998), "Mission Impossible II" (John Woo, 2000), "Bad Company" (2002). Ausrutscher: Gähnend langweilig in  "Hearts in Atlantis" (Scott Hicks, 2001), fast unerträglich in der scheußlichen Schmonzette "Legends of the Fall" (Ed Zwick, 1994), öde im hölzernen Sklavendrama "Amistad" (Steven Spielberg, 1997), The Edge" (1997), "The Human Stain" (2002) und als überflüssiger Erzähler in Oliver Stones "Alexander" (2004).

    Sir Anthony hat sich auch als Regisseur versucht: "August" (1996). Hab ich aber nicht gesehen.

 

 

Stanley Kubrick

Regisseur, *1928 Bronx (New York, USA), 1999 Harpenden (England)

 

Stanley Kubrick ist der einzige in dieser Liste, der bereits tot ist. Trotzdem ist sein Lebenswerk immer wieder sehenswert. Der gelernte Fotograf kam Anfang der 50er zum Film und hat in all den Jahren nur 16 fertiggestellt. Die ersten hießen "Day of the Fight" (1951), "Flying Padre" (1951), "Fear and Desire" (1953) und "The Seafarers" (1953). Ansehen kann man sie sich heute nicht mehr, Kubrick hat sie zu seinen Lebzeiten aus dem Verkehr gezogen. Als Kubricks früheste Werke laufen daher "Killer's Kiss" (1955) und "The Killing" (Die Rechnung ging nicht auf, 1956) auf den dritten Programmen. Mit "Paths of Glory" (1957) wurde SK langsam berühmt. Seit dem gibt es in seinem Werk keine "Randfilme": "Spartacus" (1960), die schwierige Nabokov-Verfilmung "Lolita" (1962), die grandiose Kalter-Krieg-Satire "Dr Strangelove or How I Learned to Stop Worrying and Love the Bomb" (1964), die bahnbrechende Weltraumsaga "2001: A Space Odyssey" (1968), die bitterböse und umstrittene Anthony-Burgess-Verfilung "A Clockwork Orange" (1971), der Thackerey-Film "Barry Lyndon" (1975) "The Shining" (1980) mit Jack Nicholson, nach dem mäßigen Roman von Stephen King, das intensive Vietnamdrama "Full Metal Jacket" (1987) und sein Vermächtnis "Eyes Wide Shut" (1999), nach der "Traumnovelle" von Arthur Schnitzler.. Letzterer zerstörte die "Traumehe" Tom Cruise/Nicole Kidman und sorgte wahrscheinlich auch für seinen recht plötzlichen Tod.

    Hätte alles geklappt, könnten wir heute auch folgende Filme in Kubricks Filmografie einbauen: "Napoleon" (60er Jahre) sollte ein monumentaler Schinken über den kleinen Korsen werden, "The Aryan Papers", eine Romanverfilmung nach Louis Begley ("About Schmidt") über die Verbrechen des Nationalsozialismus war Anfang der 90er ebenfalls weitgehend vorbereitet. Steven Spielberg war aber schneller und schon weit in seinem Projekt "Schindlers Liste" vorangeschritten. Daher entschlossen sich Kubrick und Warner Bros., ihren Film auf Eis zu legen. Stanley Kurbrick besaß seit 1989 die Rechte an Patrick Süskinds Roman "Das Parfüm" und hatte schon sehr viel Zeit für ein weiteres Mammunprojekt investiert. "A.I - Artificial Intelligence" sollte das heißen und nach "Eyes Wide Shut" entstehen. Dazu kam es nicht mehr, sodass ich Regiekollege Spielberg an die Realisierung begab. Das hätte er besser gelassen. Sein "A.I" kam 2001 mit Haley Joel Osment und Jude Law in den Hauptrollen in die Kinos und ist einer der bescheuertsten Filme der 90er Jahre geworden...

 

 

Baz Luhrman

Regisseur, *1962, New South Wales, Australien

 

Von diesem durchgeknallten Antipoden möchte ich einfach immer mehr sehen. Viel hat er noch nicht gemacht, dafür aber auf seine ganz eigene Weise: "Strictly Ballroom" (1992) hieß sein Debüt, weiter ging's im TV mit "La Bohème" (1993) - kenne ich beide nicht. 1996 aber konnte er sich richtig austoben und sich als Liebling der Filmseite qualifizieren. "William Shakespeare's Romeo and Juliet" mit Leonardo die Caprio und  Clare Danes ist die mit Abstand originellste und gelungenste Shakespeare-Adaption überhaupt. Nicht minder grandios, schillernd bunt und  bildgewaltig war das verfilmte Medley "Moulin Rouge!" (2001) mit Nicole Kidman und Ewan McGregor. Endlich geht es weiter: Ein bislang unbenanntes Alexander-der-Große-Projekt sollte eigentlich 2005 anlaufen. Ich bin gespannt! 

 

 

David Lynch

Regisseur, *1946 in Missoula (Montana, USA)

 

Keine Angst vor David Lynch. Ich kann an dieser Stelle zwar auch nicht in Ansätzen seine Filme erklären, daran scheitert selbst Lynch. Sehenswert sind sie aber allemal. Welche waren es noch gleich? "Eraserhead" (1977), der rührende "The Elephant Man" (1980) mit Anthony Hopkins und John Hurt, das SciFi-Spektakel "Dune" (1984), "Blue Velvet" (1986), der TV-Knaller "Twin Peaks" (1990) samt Filmaufguss "Fire Walk with Me" (1992), "Wild at Heart" (1990), "Lost Highway" (1996). Überraschend in Lynchs Werk ist "The Straight Story" (1999), die niedliche Geschichte eines alten Mannes, der auf einem Rasenmäher durch halb Amerika reist. Der jüngste Coup von Lynch sollte eigentlich eine TV-Serie werden. Das hat aber nicht geklappt, sodass der "Mulholland Dr"-Pilot 2001 neu geschnitten ins Kino kam. Das unglaublich andeutungsreiche Verwirrspiel zu verstehen, ist mal wieder unmöglich. Wer es möchte, kann die Tipps des Regisseurs weiter verfolgen, die im Archiv aufgelistet sind. Schöner Nebeneffekt: "Mulholland Dr" bekam die Goldene Palme in Cannes und war ein Sprungbrett für Naomi Watts ("21 Grams").

 

 

Ein selten blöder Flop: "The Forgotten"

Julianne Moore

*1960 in Fayetteville (North Carolina, USA)

 

Julianne Moore wartet seit einigen Jahren vergebens auf einen Oscar. Nominiert war sie schon einige Male, z.B. für "Far from Heaven" und verdientermaßen für "The Hours" (beide 2002), "The End of the Affair" (Neil Jordan, 1999). Sie war Jodie Fosters Nachfolgerin in der Rolle der Clarice Starling (in Ridley Scotts nicht sonderlich gelungenen "Hannibal", 2001), kann aber auf eine Reihe spannendere Rollen zurückblicken. Die besten: als Maud Lebowski in "The Big Lebowski (Joel und Ethan Coen, 1997), "Boogie Nights" und "Magnolia" (beide von P.T. Anderson, 1997 bzw. 2000), "An Ideal Husband" (1999), "The Shipping News" (Lasse Halström, 2001). Die Ausrutscher: Das Madonna/Willem Defoe-Debakel "Body of Evidence" (1993), das nervige Franzosenremake "Nine Months" (1995), "Assassins" (1995) und die überflüssige 1:1-Nacherzählung von "Psycho" (Gus van Sant, 1998), "The Forgotten" (2004).

 

 

 

Bill Murray

*21.9.50 in Wilmette, Illinois (USA) als William James Murray

 

 

Bisher Murrays Bester: "Lost in Translation"

Murray gehört zu der Generation amerikanischer Komödianten, die ihre Karriere mit der TV-Sendung "Saturday Night Life" starteten. Seit Anfang der 80er hat er sich nach und nach einen Namen gemacht in Kinokomödien wie "Caddyshack" (1980), "Tootsie" (1982), "Ghostbusters" (1984 & '89), "Little Shop of Horrors" (1986) und "Scrooged" (1988). Auch in de 90ern blieb er der Witzbold: "What About Bob?" (1991), "Groundhog Day" (1993), "Mad Dog and Glory" (1993). Tim Burton nahm Bill in das Ensemble seines schwarzweißen Meisterwerks "Ed Wood" (1994) auf, in der mäßigen Pop-Version des "Hamlet" (2000) gab er den Polonius, in "Garfield" (2004) verlieh er dem verfressenen Kater die Stimme. Bereits 1998 arbeitete Murray erstmals mit Wes Anderson zusammen, drei schöne Filme sind dabei herausgekommen: "Rushmore" (1998), "The Royal Tenenbaums" (2001) und zuletzt "The Life Aquatic with Steve Zissou" (2004). Seine ruhige Art und damits eine wahre Stärke bewies Murray in Sofia Coppolas Kinoperle "Lost in Translation" (2003) - hierfür gab es eine Oscarnominierung. Zuletzt schlurfte er durch Jim Jarmushs letargischen Trip "Broken Flowers" (2005). Derzeit in der Warteschleife: Andy Garcias "The Lost City" (beide 2005) und ... oh Schreck ... die Fortsetzung von "Basic Instinct" (2006).

 

Jack Nicholson

* 1937 Neptune, New Jersey, USA

Sekunden vor der Rente: Nicholson in "About Schmidt"

Wenn einer das Prädikat "cool" verdient, dann ist es Jack Nicholson. Wer kann sonst mit einer Sonnenbrille bei den Oscarverleihungen in die Kameras grienen, ohne lächerlich zu wirken? Nicholson ist Kult. Er weiß das, wir wissen das. So ist das eben mit Tatsachen. Seine erste Rolle hatte er 1958 in Roger Cormans "Cry Baby Killer".  1969 hat er bereits 16 Filme gedreht und macht sich einen Namen als dritter Hauptdarsteller in neben Dennis Hopper und Peter Fonda in der Harleysonade "Easy Rider". Roman Polanski schneidet ihm 1974 in die Nase ("Chinatown"). Weiter geht's: "Tommy", Oscar Nummer 1 für "One Flew Over the Cocoo's Nest" (beide 1975), wahnsinniger als Nicholson in Stanley Kubricks "The Shining" (1980) kann man einfach nicht sein, hamse oder hamse nicht in "The Postman Always Rings Twice" (1981), "Terms of Endearment" (1983, Oscar Nummer 2), "Prizzi's Honor" (John Huston, 1985), auch er ist mal der Teufel in "The Witches of Eastwick" (1987), gut bezahltes Grinsen als Joker in "Batman" (Tim Burton, 1989), selbst Regisseur und Hauptdarsteller im verrissenen "Chinatown"-Sequel "The Two Jakes" (1990), militant in "A Few Good Men" (1992), kaum zu erkennen in "Hoffa" (Danny De Vito, 1992), als Wer-"Wolf" (1994), mit Ex-Gschpusi Anjelica HUston in Sean Penns dramatischen Regiedebüt "The Crossing Guard" (1995), gleich zweifach gut im köstlichen Alienspektakel "Mars Attacks!" (Burton, 1996), Oscar Nummer 3 und alle Lacher auf seiner Seite: "As Good As It Gets" (1998), herausragend in Sean Penns grandioser Dürrenmatt-Verfilmung "The Pledge - Das Versprechen" (2000), als unglücklicher Rentner in Alexander Paynes "About Schmidt" (2002), zuletzt im überflüssigen "Anger Management" (2003) und dem leicht enervierenden Menopausen-Schwank "Something's Gotta Give" (2003). 

 

 

Al Pacino

*1940, Harlem (New York, USA)

 

Al Pacino ist einer der großen Ausnahmeschauspieler Hollywoods; einer, der noch die alte Schule der Theaterbühne durchlaufen hat. Erste Leinwanderfahrung machte er um 1970 herum. Nur kurze Zeit später bekommt er bereits die Rolle seines Lebens. In Francis Ford Coppolas "The Godfather" (Der Pate, 1972) spielt er Don Michael Corleone, den Sohn des großen Mafiabosses, der unfreiwillig in die Fußstapfen seines Vaters tritt. Fast 20 Jahre lang bleibt Pacino dieser Rolle noch treu: In "The Godfather Part 2" (1974) und "Part 3" (1990) ist er wieder der Don und liefert anbetungswürdige Leistungen ab. Doch auch in anderen und durchaus unterschiedlichen Filmen brilliert Pacino in seiner schon langen und noch immer sehr aktiven Karriere: "Scarface" (1983), "Sea of Love" (1989), als durchgeknallte und Oscar nominierte Comicfigur in "Dick Tracy" (1990), "Frankie und Johnny" (1991), "Carlito's Way" (Brian de Palma, 1993), gerne gelobt im Doppelpack mit Robert de Niro in Michael Manns "Heat" (1995), unglaublich traurig in einem meiner perönlichen Pacino-Lieblinge, "Donnie Brasco" (1997, an der Seite von Johnny Depp), teuflisch gut in "The Devil's Advocate" (1998), solide im öden "The Insider" (1999) und "Insomnia" (2002). Pacino hat lange auf den Oscar gewartet und ihn erst Anfang der Neunziger für "Scent of a Woman" (Duft der Frauen, 1992) bekommen, nicht gerade für einen seiner besten Filme. Auch als Regisseur hat er sich bereits dreimal versucht: "The Local Stigmatic" (1989), in einer freien Shakespeare-Interpretation namens "Looking for Richard" (1996) und zuletzt in "Chinese Coffee" (2000). Kenne ich aber alle nicht.

 

 

Sean Penn

 

Oscar: "Mystic River"

In den 80er Jahren hatte Sean Penn - wie jeder - eine unmögliche Frisur, eine grässliche Visage und eine locker sitzende Hand. Zumindest wenn es um seine damalige Ehefrau Madonna Veronica Louise Ciccone ging, die heute Frau Richie heißt und Kinderbücher schreibt. Heute spricht kein Mensch mehr von dieser finsteren Zeit in Penns Karriere, die so unerträgliche Filme wie "Shanghai Surprise" (1986, eben mit Madonna) auf die Leinwand brachte. Vergeben und vergessen. Heute ist Penn einer der großen Charakterschauspieler, der für "Mystic River" (Eastwood, 2003), den längst fälligen Oscar als bester Hauptdarsteller bekam. In den 80ern gab es eine Handvoll Penn-Filme, u.a. "Colors" (1988), in den 90ern wurde es immer besser: "Carlito's Way" (de Palma, 1993, neben Al Pacino), oscar-nominiert und erschütternd gespielt: "Dead Man Walking" (Tim Robbins, 1995), "U-Turn" (Oliver Stone, 1997), "The Game" (Fincher, 1997), "The Thin Red Line" (1998), "Before Night Falls" (2000), wieder oscar-nominiert: "I am Sam" (2001). Zuletzt grandios in "21 Grams" (Inarritú, 2003) und an der Seite von Nicole Kidman in "The Interpreter"

    Auch als Regisseur ist Sean Penn ein ziemlich patentes Kerlchen. Hoffentlich macht er auch in dieser Sparte weiter. "The Crossing Guard" (1995) mit Jack Nicholson war zwar nicht perfekt, aber schon sehr dicht inszeniert. Großartig ist die Dürrenmatt-Verfilmung "The Pledge - Das Versprechen" von 2000, ebenfalls mit Jack Nicholson!

 

 

 

 

 

Vor allem nackt: "Troy"

Brad Pitt

* 1963 in Shawnee (Oklahoma, USA)

 

 

Noch so einer, der unverschämt gut aussieht und gleichzeitig ein großartiger Schauspieler ist. Auch sein Anfang war schwer: als Levi's-Model und Waschbrettbauch in "Thelma und Louise" (Ridley Scott, 1991). Aber so langsam wurde es besser: "A River Runs Through It" (Robert Redford, 1992), "Kalifornia" (1995), "True Romance" (Tony Scott, 1993), "Interview with the Vampire" (Neil Jordan, 1994), "Se7en" (David Fincher, 1995), wahnsinnig und oscarnominiert in "Twelve Monkeys" (Terry Gilliam, 1995), "Seven Years in Tibet" (J.-J. Annaud, 1997), "Meet Joe Black" (1998), erschreckend perfekt in "Fight Club" (Fincher, 1999), "The Mexican" (2001).  

    Ausrutscher hat auch er hinter sich: "Legends of the Fall" (1994), "The Devil's Own" (1997), "Spy Game" (2001), langweilig in "Ocean's Eleven" (Stephen Soderbergh, 2001; auch in der Fortsetzung "Ocean's Twelve", 2004), zumeist nackt und vollkommen unterfordert in der hohlen 200-Millionen-Dollar-Sandalette "Troy" (Wolfgang Petersen, 2004). Zuletzt gesichtet in "Mr. and Mrs. Smith" (2005).

 

 

 

Martin Scorsese

*1942 in New York (USA)

 

Martin Scorsese gehört zu den besten Regisseuren der Welt. In dieser Aussage stimmen die meisten Kritiker überein, selbst wenn es etwas ruhig geworden ist um den Mann mit den dicken Augenbrauen. Seinen Start in Filmbusiness machte er in den frühen 70ern und gehört somit zu den Filmemachern des leicht unbequemen New Hollywood. Nach seinem Debüt "Who's That Knocking on My Door" (1969) und "Hexenkessel" (Mean Streets, 1973) machte er Furore mit einem düsteren Porträt seiner Heimatstadt New York: "Taxi Driver" hieß der Film, der die Karrierebahn der noch jungen Jodie Foster ebnen und den Beginn der fruchtbaren Zusammenarbeit mit Robert De Niro darstellen sollte. Mit De Niro drehte er noch "Wie ein wilder Stier" (Raging Bull, 1980), der dem Hauptdarsteller seinen zweiten Oscar einbrachte, "The King of Comedy" (1982), "Good Fellas" (1990) und eine Neuverfilmung von "Cape Fear" (Kap der Angst, 1991). Mit Tom Cruise und Paul Newman drehte Scorsese "The Color of Money" (1986). 1993 entdeckte der raubeinige Regisseur seine Ader für edle Literaturfilme und drehte den Kostümschinken "The Age of Innnocence", bei dem sein gern engagierter Kameramann Michael Ballhaus so richtig seine Kameradrehs auf der Leinwand wirbeln lassen konnte. Zwei Jahre später besann er sich wieder auf das filmische Gangstertum und drehte die grandios erzählte Las-Vegas-Saga "Casino" (1995). Danach wurde es stiller: "Bringing Out the Dead" (1998) mit Nicolas Cage und Patricia Arquette steht in der Tradition von "Taxi Driver" und zeichnet ein weiteres düsteres Porträt des Big Apple. Ein wunderschöner, vollkommen unbeachteter Film mit dichter Atmosphäre, fantastischen Bildern und Kamerawinkeln. Weiter ging's mit dem Buddhismus: "Kundun" (1999), bevor sich Scorsese an ein Mammutwerk heran wagte, das er schon lange verfilmen wollte. "The Gangs of New York" (2001) handelte von Bandenkriegen im New York des späten 19. Jahrhunderts. Auf der Besetzungsliste: Leonardo diCaprio, Cameron Diaz und ein fast vergessener Daniel Day-Lewis. Ein Film mit spektakulären Bildern, jedoch völlig unter Scorseses Niveau. Wahre Größe bewies er wieder in der epischen Howard-Huges-Biopic "The Aviator" mit Leonardo di Caprio und Cate Blanchett.

 

 

Ben Stiller

* 1965 in New York (USA)

 

Ben StillerDie Filme von Ben Stiller sind eigentlich schon ein Genre für sich. Und wenn man den segelohrigen Schlingel einmal ins Herz geschlossen hat, dann kann er fast machen, was er will. Selbst wenn die Komödien nicht immer der große Brüller sind, Stiller - der Depp vom Dienst mit Wurzeln in den TV-Shows "Saturday Night Live" und "The Ben Stiller Show" (1990) - ist es meist schon. Hier eine kleine Auswahl aus Bens Karriere: die ach so hippe Klamotte "Reality Bites" (1994) mit dem sinnigen deutschen Titel "Voll das Leben" (ein von ihm selbst inszenierter Film mit Winona Ryder und einer Halbwertszeit von 6 Monaten), dürfte die erste Rolle gewesen sein, in der er dem deutschen Publikum mehr oder weniger bekannt wurde. Es folgten Filme wie "Flirting with Desaster" (1996), "Cable Guy" (auch Regier, 1996), mit Cameron Diaz und eingeklemmten Klöten in "There's Something About Mary (Farrelly Brothers, 1998), Edward Nortons erschreckend mäßigem Regiedebüt "Keeping the Faith" ("Glauben ist alles", 2000), neben Robert de Niro im grandiosen Familienspektakel "Meet the Parents" (2000), albern aber wirklich amüsant in "Zoolander" (auch Regie, 2001), dem grandiosen "The Royal Tenenbaums" (Wes Anderson, 2001) - einem der besten Filme des Jahrzehnts, als Cameo in "Orange County" (2002). 2004 ist Stiller ausgesprochen gut im Geschäft: "Along Came Polly" (2004), "Starsky & Hutch" (2004), "Envy" (2004), "Dodgeball" ("Voll auf die Nüsse", 2004) und "Meet the Fockers" (2004), die überflüssige Fortsetzung des Robert De Niro-Knüllers aus dem Jahr 2000...

 

 

 

Billy Bob Thornton

* 1955 in Hot Springs (Arkansas, USA)

 

Billy Bob Thornton hat bereits einen Oscar. Den gab's allerdings 1997 für das Drehbuch zu seinem Regiedebüt "Sling Blade". Da war er noch recht unbekannt, selbst wenn er seit den späten 80ern immer wieder in Filmen mitspielte, z.B. in "Indecent Proposal" (Adrian Lyne), "Tombstone" (beide 1993) oder "Dead Man" (Jim Jarmush, 1995). Aber erst nach "Sling Blade" ging es richtig los für ihn: "U-Turn" (Oliver Stone, 1997), "The Apostle" (1997), "Primary Colors" (Mike Nichols, 1998), "Armageddon" (1998). Seine Glanzleistung in "A Simple Plan" (Sam Raimi, 1998) war der Academy wieder eine Oscarnominierung wert. Weiter ging es mit "Pushing Tin" (1999) an der Seite seiner Ex-Frau Angelina Jolie und im brillanten Coen-Film "The Man Who Wasn't There" (2001). Sein komödiantisches Talent zeigt er neben Bruce Willis und Cate Blanchett in "Bandits" (Barry Levinson, 2001). Für "Monster's Ball" (2001) bekam nicht er sondern seine Co-Aktrice Halle Berry den Oscar, BBTs Darstellung eines rassistischen Menschenhassers ist aber nicht weniger beeindruckend. In "Intolerable Cruelty" (Coen, 2003) tritt er mit Heiratsschwindlerin Catherine Zeta-Jones vor den Traualtar, in "Love, Actually" (2003) mimt er den amerikanischen Präsidenten, in "Bad Santa" (2003) einen verbitterten Nikolaus.

    Als Regisseur hat BBT auch weiter gemacht nach seinem "Sling Blade"-Erfolg: "All the Pretty Horses" (2000) mit Matt Damon und "Daddy and Them" (2001). Außerdem hat BBT das Drehbuch zu Sam Raimis Film "The Gift" (2001, mit Cate Blanchett) geschrieben.

 

 

Emily Watson

* 1967 in London (GB)

 

Die Engländerin mit den überdimensionalen Kulleraugen ist ein immer wieder gern gesehener Gast auf der Filmseite. Eine wahre Schönheit ist die Frau mit der Kopf-Physiognomie eines Säuglings nicht, eine große Schauspielerin allemal. Das war schon in ihrer allerersten Kinorolle zu spüren: Für ihr intensives Spiel in Lars von Triers schwermütigem "Breaking the Waves" (1996) bekam Emily Watson dann auch gleich ihre erste Oscar-Nominierung. Egal, wie man zu diesem recht seltsamen Film steht (Anm.: ich mag ihn), Watsons Leistung ist auf jeden Fall beachtlich! Weitere Rollenangebote mussten also kommen und kamen auch tatsächlich: "The Boxer" (1997), "The Mill on the Floss" (1997), als Musikerin Jacqueline du Pré in dem unglaublich traurigen Porträt "Hilary and Jackie" (1998), als Angela McCourt in der immerhin sehenswerten Limerick-Regenballade "Angela's Ashes" (Alan Parker, 1999) nach den Memoiren von Frank McCourt, als blindes Liebesopfer im "Schweigen der Lämmer"-Prequel "Red Dragon" (2001), als vorgeblich toughes Hausmädchen Elsie in Robert Altmans grandioser Sittensatire "Gosford Park" (2001), und zuletzt an der Seite von Adam Sandler in  P.T. Andersons skurriler Liebeskomödie "Punchdrunk Love" (2002). Könnte auch interessant sein: Ihre Rolle als Anne Sellers in der TV-Produktion "The Life and Death of Peter Sellers" (2004).

    

 

 

 


geplant:

(für meine Rentenzeit oder so)

 

 

Kate Winslet

 

Kevin Spacey

 

Wes Anderson

 

Roman Polanski

 

Leonardo di Caprio

 

David Fincher

 

Anjelica Huston

 

u.a.

 

Hilfe...

...kann ich gebrauchen beim Erstellen des Who Is Who. Wer eine Kurzbio (zu jemandem, der es wert ist) beisteuern kann, ist mein Held...

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