Er hat es allen gezeigt: John McSherry ist mit seinen 13 Treffern der erste irische Gewinner des Oscarspiels. Er wird den Wanderpokal bis zur nächsten Spielrunde an einem Ehrenplatz auf der grünen Insel aufbewahren! Über Gratulationen freut er sich unter der E-Mail-Adresse: john@filmseite.net 

 

Live aus Gütersloh: Die Juroren Heidi Schorr (mit Oscar-Wanderpokal), Jan Wilhelm und Jan Schäfer  

Die Oscarseite

mit dem Oscarspiel 2005

 

Da waren sie also wieder, die Academy Awards. Ob sie nun wirklich alle im Regal eines verdienten Gewinners gelandet sind, ist Ansichtssache und wird weiter unten noch besprochen. Viel wichtiger für die Filmseite ist natürlich das Ergebnis des traditionellen Oscarspiels. Viele haben sich wieder lange bitten lassen, endlich ihren Stimmzettel abzuschicken - doch immerhin 24 von euch haben mitgespielt und gar nicht mal so schlechte Ergebnisse erzielt. Auch wenn in diesem Jahr keine Hobbits und somit keine eindeutigen Favoriten im Rennen waren, haben wir einen Gewinner, der stolze 13 Punkte gesammelt hat. John McSherry aus Irland (siehe Foto rechts oben) hat damit die Vorjahresgewinnerin vom Thron gestoßen und wird in den nächsten Tagen den Wanderpokal bekommen. Zum ersten Mal verlässt unser Oscar also Deutschland und wird für fast zwölf Monate nach Irland reisen. 

 

Die Jury: Unparteiisch und live aus Gütersloh

 

Die unparteiischste aller Jurys bestand in diesem Jahr aus der medienwissenschaftlich studierten Expertenrunde Jan Wilhelm (Chefkorrespondent der Filmseite), Heidi Schorr (Korrespondetin der Filmseite) und Filmseitenchef Jan Schäfer. Die Auswertung der Stimmzettel fand live während der Oscarverleihung in der Gütersloher Zweigstelle der Filmseite statt.

 

Jetzt aber zu den Tipps in der Übersicht:

 

Oscarspiel 2005: Die Gewinner

Herzlichen Glückwunsch, John! Und euch anderen: Danke fürs Mitspielen, hoffentlich seid ihr im nächsten Jahr wieder mit dabei (im Januar 2006 geht's weiter)!

Oscar 77: Fragwürdige Entscheidungen 

Es war eigentlich eine ganz nette Show, diese 77. Oscarverleihung in Hollywood. Endlich hat sich die Academy mit Chris Rock mal ein wenig frischen Moderatorenwind  auf die Bühne geholt. Rock, ein eher nerviger Filmwitzbold, nahm kein Blatt vor den Mund, lästerte ordentlich über seine Kollegen ab, frotzelte über die frisch gebackene Himbeergewinnerin Halle Berry und verschonte uns vor Singsangeinlagen à la Billy Crystal. Danke schon einmal dafür. Und auch sonst war die Show okay und nicht zu lang (etwas über drei Stunden). Etwas zu viel Beyoncé Knowles und Anke Engelke vielleicht, aber wir wollen ja nicht so streng sein...

Filme, die es in diesem Jahr ins Oscarrennen  geschafft haben und auf der Filmseite besprochen wurden im Kurzüberblick (klick dich ins Archiv!):

An den Preisträgern wiederum hatte ich nur teilweise Freude. Zwar bekam der große Favorit "The Aviator" die meisten Oscars (fünf Stück), bester Film wurde er aber nicht. Diesen Preis durfte sich Clint Eastwood für sein Boxerdrama "Million Dollar Baby" abholen. Auch der Regiepreis ging an den alten Haudegen und nicht an Martin Scorsese. Schade eigentlich, Scorsese war längst fällig und hatte mit seinem Fliegerepos auch wirklich auf diese späte Auszeichnung hoffen dürfen. Nun also Eastwood. Ein wirklich guter Regisseur, keine Frage. Aber schon wieder ein Oscar...? 

Dass Jamie Foxx für seine Ray-Charles-Darstellung ausgezeichnet würde, war so sicher wie das Popcorn zwischen den Kinosesselritzen. Auch Cate Blanchett dürfte ihren Oscar vorhergesehen haben - sie hat ihn auch definitiv verdient und war längst fällig, ebenso wie Morgan Freeman, der zum besten Nebendarsteller ernannt wurde. Weniger glücklich bin ich über den Oscar für die beste Hauptdarstellerin. Den holte sich die zähnefletschende Hilary Swank ab und darf ihn nun neben ihren ersten Academy Award stellen, den sie sie vor fünf Jahren für "Boys Don't Cry" abholte. Danach produzierte sie nur Müll auf Zelluloid - bis Altmeister Eastwood kam, ihr die erste gute Rolle seit Jahren anbot und sie damit wieder auf die Oscarbühne hievte. Jetzt bleibt also abzuwarten, ob sie ihre Chance endlich nutzt und mehr Qualität abliefert als nach Oscar Nummer 1.

Dass die Deutschen leer ausgehen würden, war keine Überraschung. Hitler hautnah ist kein Oscarmaterial in den Augen der ergrauten Academy-Mitglieder. Schade eigentlich, aber schon die Nominierung war ja nicht übel.

Alle Preisträger im Überblick findet ihr weiter unten!

Memo: Wie war das noch mal? Hier geht's zu den Oscarspielen 2004, 2003 und 2002.


Weitere Informationen findet ihr unter www.imdb.com oder www.oscars.com 


Übersicht (die Gewinner sind fett markiert):

BESTER FILM

REGIE

DARSTELLER

DARSTELLERIN

NEBENDARSTELLERIN

The Aviator

Martin Scorsese (The Aviator)

Don Cheadle (Hotel Rwanda)

Annette Bening (Being Julia)

Cate Blanchett (The Aviator)

Finding Neverland

Clint Eastwood (Mill. Dollar Baby)

Johnny Depp (Finding Neverland)

C. S. Moreno (Maria Full of Grace)

Laura Linney (Kinsey)

Million Dollar Baby

Taylor Hackford (Ray)

Leonardo DiCaprio (The Aviator)

Imelda Staunton (Vera Drake)

Virginia Madsen (Sideways)

Ray

Alexander Payne (Sideways)

Clint Eastwood (Mill. Dollar Baby)

Hilary Swank (Million Dollar Baby)

Sophie Okonedo (Hotel Rwanda)

Sideways

Mike Leigh (Vera Drake)

Jamie Foxx (Ray)

Kate Winslet (Vergiss mein nicht)

Natalie Portman (Closer)

 

 

 

 

 

NEBENDARSTELLER

KAMERA

DREHBUCH (original)

DREHBUCH (adaptiert)

AUSSTATTUNG

Alan Alda (The Aviator)

The Aviator

The Aviator

Before Sunset

The Aviator

Thomas H. Church (Sideways)

House of Flying Daggers

Vergiss mein nicht

Finding Neverland

House of Flying Daggers

Jamie Foxx (Collateral)

The Passion of the Christ

Hotel Rwanda

Million Dollar Baby

Lemony Snicket’s A Series…

Morgan Freeman (Mill. Dollar Baby)

The Phantom of the Opera

The Incredibles

The Motorcycle Diaries

The Phantom of the Opera

Clive Owen (Closer)

A Very Long Engagement

Vera Drake

Sideways

A Very Long Engagement

 

 

 

 

 

KOSTÜME

MASKE

MUSIK (SCORE)

MUSIK (SONG)

SCHNITT

The Aviator

Lemony Snicket’s A Series

Finding Neverland

„Accidentally in Love“ (Shrek 2)

The Aviator

Finding Neverland

The Passion of the Christ

Harry Potter 3: Prisoner of …

“Al Otro...” (The Motorcycle Diaries)

Collateral

Lemony Snicket’s A Series of...

The Sea Inside

Lemony Snicket’s A Series of…

“Believe” (Polar Express)

Finding Neverland

Ray

 

The Passion of the Christ

“Learn to Be Lonely” (Phantom Opera)

Million Dollar Baby

Troy

 

The Village

“Look to Your Path” (The Chorus)

Ray

 

 

 

 

 

VISUELLE EFFEKTE

TON

TONEFFEKTSCHNITT

AUSLANDSFILM

ANIMATIONSFILM

Harry Potter 3: Prisoner of…

The Aviator

The Incredibles

As It Is In Heaven

The Incredibles

I, Robot

The Incredibles

The Polar Express

The Chorus

Shark Tale

Spider-Man 2

The Polar Express

Spider-Man 2

Der Untergang

Shrek 2

 

Ray

 

The Sea Inside

 

 

Spider-Man 2

 

Yesterday

 

 

 

 

 

 

 

 

DOKUMENTARFILM

 

 

Born Into Brothels

Die Geschichte vom weinenden Kamel

Super Size Me

Tupac: Resurrection

Twist of Faith

 

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